„Kommt, alles ist bereit“: Mit der Bibelstelle des Festmahls aus Lukas 14 laden die slowenischen Frauen ein zum Weltgebetstag 2019. Ihr Gottesdienst entführt uns in das Naturparadies zwischen Alpen und Adria, Slowenien. Und er bietet Raum für all jene Menschen, die sonst ausgegrenzt werden wie Arme, Geflüchtete, Kranke und Obdachlose. Im Titelbild wird dieses Anliegen symbolträchtig umgesetzt.

Slowenien ist eines der jüngsten und kleinsten Länder der Europäischen Union. Von seinen knapp zwei Millionen Einwohner*innen praktiziert nur gut ein Fünftel der Bevölkerung seinen Glauben. Bis zum Jahr 1991 war Slowenien nie ein unabhängiger Staat. Dennoch war es über Jahrhunderte Knotenpunkt für Handel und Menschen aus aller Welt. Sie brachten vielfältige kulturelle und religiöse Einflüsse mit. Bereits zu Zeiten Jugoslawiens galt der damalige Teilstaat Slowenien als das Aushängeschild für wirtschaftlichen Fortschritt. Heute liegt es auf der „berüchtigten“ Balkanroute, auf der im Jahr 2015 Tausende vor Krieg und Verfolgung geflüchtete Menschen nach Europa kamen.

Mit offenen Händen und einem freundlichen Lächeln laden die slowenischen Frauen die ganze Welt zu ihrem Gottesdienst ein. „Kommt, alles ist bereit“: Unter diesem Motto geht es im Jahr 2019 besonders um Unterstützung dafür, dass Frauen weltweit „mit am Tisch sitzen können“. Deshalb unterstützt die Weltgebetsbewegung aus Deutschland Projekte in Kolumbien, im Libanon, in Afrika, Asien, Europa und Lateinamerika und heuer besonders einen Verein von Roma-Frauen in Slowenien.

Über Länder- und Konfessionsgrenzen hinweg engagieren sich Frauen für den Weltgebetstag. Gemeinsam setzen sie in diesem Jahr ein Zeichen für Gastfreundschaft und Miteinander: Kommt, alles ist bereit! Es ist noch Platz!

Frauen und Männer aller Konfessionen sind eingeladen zum Gottesdienst am 1. März 2019 um 19.30 Uhr im Refektorium. Anschließend gibt es ein informatives und gemütliches Beisammensein.

 

Lisa Schürmann und für das Team Gertrud Reber